Wie alles begann ...

Frans und Richard Vervaet, aufgewachsen zwischen den Maschinen in einer Lohnarbeiterfamilie, machten sich 1957 mit einem kleinen Betrieb selbstständig, in dem sie sich auf die Reparatur und Wartung von allem spezialisierten, das einen Motor hatte.
Schon bald konnten sie für mehrere Hersteller als Vertragshändler tätig werden, und so wurde Vaters Scheune schnell zu klein.
Schon 1960 wurde in der Braakmanlaan 40 in Biervliet ein neues Gebäude errichtet.

Im Laufe der Jahre übernahmen die Gebrüder Vervaet mehrere Autowerkstätten und Händleraufträge.

1974 entwickelten Franz und Richard, Werkstattleiter Tonnie Vervaet sowie Walter und Marcel Vervaet aus dem Lohnbetrieb einen einphasigen Bunker-Rübenroder, der Familie Vervaet zufolge das System der Zukunft. Eine wahre Revolution in dieser Zeit! Die Maschine war teurer, größer und schwerer als alle bisher dagewesenen Systeme.

Dennoch war sie dank des Einmannprinzips die effizienteste Lösung. Dadurch wurden Jahr für Jahr langsam, aber stetig immer mehr Maschinen hergestellt. 1987 beschlossen Frans und Richard, angesichts der heranwachsenden 2. Generation die verschiedenen Betriebe untereinander aufzuteilen.
Frans führte die Niederlassung in Biervliet weiter, zu der damals die folgenden Unternehmen gehörten:

1) Mazda Autobedrijf (Autohandel)
2) John Deere Landbouwmechanisatie (Landtechnik)
3) Herstellung von Rübenrodern (damals 7 pro Jahr)

Eine neue Generation ...

Ab 1989 wurde der Betrieb von der zweiten Generation, Edwin und Robin Vervaet, verstärkt.
Frans war sehr zufrieden mit den Jungen, die zusammen mit einem Altersgenossen, dem Vertreter Dany Dieleman, 1990 einen selbstfahrenden Gülleinjektor erfanden und entwarfen.

Diese Maschine wurde Vervaet Hydro Trike genannt und ist nun schon seit 1993 ununterbrochen Marktführer in den Niederlanden.
Um allen Zukunftsplänen Raum zu geben, wurde am Rande von Biervliet ein neues, 2700 m2 großes Gebäude errichtet.

Um dieselbe Zeit wurde es anderen Herstellern und Rübenzüchtern klar, dass Vervaet 15 Jahre zuvor mit dem Bunkerroder richtig gelegen hatte.
Immer mehr Konkurrenten übernahmen das Konzept.
Vervaet hatte jedoch schon einen solchen Vorsprung, dass die Position als Marktführer nie in Gefahr kam. Im Gegenteil, die Produktion wurde dadurch sogar gefördert.
1992 wurden schon 15 Hydro Trikes und 15 Rübenroder hergestellt.

Um die Produktion auf konstantem Niveau zu halten, begann man, ausländische Absatzmärkte zu suchen,
die man in Großbritannien, England, Belgien, Frankreich, Schweden und Dänemark fand.

Infolgedessen wurde die Produktion auf 30 Rübenroder und 25 Hydro Trikes pro Jahr erweitert. Dieses Wachstum brauchte Raum, und so wurde erneut angebaut.
(1800 m2 1996 und weitere 5500 m2 im Jahr 2000)

Auch der Geschäftsbereich Landtechnik machte eine erhebliche Entwicklung durch. 1997 erwarb man ein Betriebsgebäude gegenüber der Fabrik (Hoofdplaatseweg 1b) mit einem großen Gelände von 2 Hektar.

Das erschien den Gebrüdern Vervaet der ideale Standort für die Unterbringung des aus den Nähten platzenden Unternehmens LMB.
2000 kam der Geschäftsbereich Garten und Park hinzu, der auf Garten- und Parkmaschinen für private und gewerbliche Abnehmer spezialisiert ist.

Das erste Hydro Trike
Foto der Fabrik, 1992


Die Fabrik anno 2000 (10.000 m2)
LMB während der Show im Dez. 2000

Die Fabrik anno 2012

Heute erstreckt sich das Fabrikgelände über 50.000 m2, von denen 13.500 m2 bebaut sind. Die Vervaet-Gruppe beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Von Februar bis September rollen hier die Rübenroder des Typs 617, 625 und 925 vom Band. Von August bis Februar werden die Hydro Trikes hergestellt. Vervaet ist mit der Zeit gegangen. Die Produktion von Spitzenqualität ist eines der Hauptmerkmale der Frans Vervaet B.V. Die Maschinen sind das Ergebnis enormer Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Revision

Außer der Fabrik verfügt Vervaet über eine komplett ausgestattete Revisionsabteilung. Hier werden in Zahlung genommene Maschinen umfassend überholt. Die Maschinen werden bis zum kleinsten Einzelteil demontiert. Falls nötig, werden Modifikationen durchgeführt. Nach einer Neulackierung und -etikettierung befindet sich die Maschine dann wieder in einem Topzustand.